Breites Bündnis ruft in Dresden zu Klimademonstration am 26. März auf


In Dresden soll der Stadtrat am 26. März 2026 über den Antrag A0147/26 von CDU und weiteren Fraktionen beraten. Nach Angaben von Umweltorganisationen sollen dabei alle Zwischenziele zur CO₂-Reduktion aus dem städtischen Klimaschutzkonzept gestrichen werden. Die Stadt würde demnach lediglich das gesetzlich vorgeschriebene Ziel der Klimaneutralität 2045 anstreben, ohne konkrete Meilensteine oder verbindliche Maßnahmen. Das im Antrag vorgeschlagene interdisziplinäre Projekt verzögert den Klimaschutz um Jahre.

Dies steht im Widerspruch zum vom Stadtrat angenommene Bürgerbegehren von DresdenZero mit 24.633 Unterschriften. Der Antrag steht zudem im krassen Gegensatz zu den dringend notwendigen Maßnahmen angesichts der freiheitsbeschränkenden Erderwärmung. Das zeigt die Stellungnahme der Scientists For Future.

Ein Bündnis aus Umweltorganisationen, Wissenschaftlern, Jugendinitiativen sowie zivilgesellschaftlichen und politischen Gruppen ruft für Donnerstag, den 26. März 2026, zu einer Demonstration ab 15 Uhr an der Goldenen Pforte des Dresdner Rathauses auf. Die Kundgebung wird stationär sein. Die Stadtratsitzung beginnt um 16 Uhr.

Das Bündnis fordert unter anderem:

  • Konkrete, ambitionierte Klimaziele mit Maßnahmenplan
  • Bildung eines Klimabeirats
  • Maßnahmen zu Hitzeschutz, Stadtgrün und nachhaltigem Wassermanagement
  • Kommunalen Gasausstiegsplan
  • Förderung von Kreislaufwirtschaft

Zum Bündnis gehören:

BUND Dresden, BÜNDNIS90/DIE GRÜNEN Dresden, Die Linke Dresden, Dissidentinnen Dresden, DresdenZero, Extinction Rebellion, Fridays For Future Dresden, Christians For Future Dresden, Health For Future Dresden, Omas For Future, Parents For Future, Scientists For Future Dresden, GRÜNE JUGEND Dresden, iZ ökologische Initiative, Micha Lokalgruppe Dresden, Naturschutzbund Deutschland, Regionalverband Dresden-Meißen e.V. (NABU), Naturschutzjugend Dresden (NAJU), Ökumenisches Informationszentrum e.V., die Piratenpartei Dresden, die Sozialdemokratische Partei Deutschlands Unterbezirk Dresden (SPD), die TU Umweltinitiative (tuuwi), Zentralwerk e.V. und Zukunftsgestalten e.V. Auch das Staatsschauspiel Dresden teilt den Aufruf.

Carlotta Wall (Fridays For Future Dresden) dazu: „Wir können nicht zulassen, dass demokratische Mittel wie das Bürgerbegehren, das Dresdens Treibhausgasneutralität bis 2035 fordert, einfach aus Bequemlichkeit und Hang zur fossilen Lobby ignoriert werden. Die Zeit drängt mehr denn je, wir brauchen eine konsequente Umsetzung der Maßnahmen jetzt!“

Norbert Engemaier (Anmelder der Versammlung) ergänzt: „Die Stadt läuft durch den CDU-Antrag und das Beerdigen der Klimaziele Gefahr, kaum noch Fördermittel für den Klimaschutz zu erhalten. Die geforderte Projektgruppe und neuen Vorlagen verzögernstädtischen Klimaschutz um weitere Jahre. Pure Bürokratie – statt endlich ins Machen zu kommen.“ Oftmals sind Förderprogramme an konkrete Stadtratsbeschlüsse zu Klimaschutzzielen gebunden. In der 

Christian Bläul (Extinction Rebellion) sagt: „Zum Erreichen der Dresdner Klimaziele ist ein klarer Plan da, der nun durch CDU, Team Zastrow, FDP, FB und die AfD gestrichen werden könnte. Mich erfüllt es mit großer Sorge, dass der Stadtrat durch seine Blockade beim Klima sowohl unser aller Geld als auch unsere Gesundheit gefährdet. Wer heute blockiert, verschiebt die Kosten nur in die Zukunft – und macht sie für die Stadt und ihre Bürgerinnen und Bürger am Ende um ein Vielfaches höher.“

Der Stadtrat hatte bereits am 12. Dezember 2025 das Klimaanpassungskonzept mit den Stimmen von CDU, AfD und Team Zastrow abgelehnt. Die Konzepterstellung war zuvor vom Stadtrat beschlossen und mit erheblichem Aufwand der Stadt umgesetzt worden. Das Bündnis will nun verhindern, dass nun beim Integrierten Energie- und Klimaschutzkonzept (IEK) weitere Maßnahmen gestrichen werden.

Quellen: