Klimavernetzung Dresden - Minimalkonsens

 

Inhalt:

 

Einleitung

Dieser schriftlich festgehaltene Minimalkonsens dient als Basis und Leitbild für die Zusammenarbeit. Er unterliegt einem stetigen Anpassungsprozess.

Selbstverständnis

Diese Vernetzung dient dem Austausch zwischen den beteiligten Initiativen, um Synergien zu finden und Aktionen oder Bündnisse zu organisieren.

Zweck

  • Wir verbinden das Engagement und die Kämpfe der einzelnen progressiven, emanzipatorischen und Klimagerechtigkeit anstrebenden Gruppen und Initiativen in unserer Stadt.

  • Wir arbeiten an der Bewältigung der Klimakrise durch die Transformation der Gesellschaft hin zu einer nachhaltig und solidarisch wirtschaftenden Gemeinschaft ohne Ausbeutung von Mensch und Natur.

  • Wir stellen uns der globalen Klimakatastrophe mit konsequentem Handeln entgegen, um ihre Ausweitung zu verhindern.

  • Wir wirken gemeinsam darauf hin, dass alle Menschen an Entscheidungsprozessen teilhaben können.

  • Wir sind solidarisch mit allen, die sich für Klimaschutz, für den Erhalt der Ökosysteme und gegen soziale Ungleichheit durch Ressourcenverknappung im globalen Kontext einsetzen. Wir stellen uns entschieden gegen alle Versuche, diesen Einsatz für reaktionäre oder nationalistische Ziele zu missbrauchen.

  • Wir setzen uns dafür ein, denen, die Diskriminierung erfahren, Raum anzubieten und das kollektive Bewusstsein und die Aufmerksamkeit dafür zu stärken.

Zusammenarbeit/Awareness

  • Wir kommunizieren gewaltfrei und begegnen einander mit Respekt und Wertschätzung, auch wenn unsere Ansätze unterschiedlich sein können.

  • Wir arbeiten kritisch an unserer Sichtweise und üben uns in Selbstreflexion.

  • Gegenseitige Kritik üben wir auf konstruktive und solidarische Art und Weise.

  • Wir achten auf Diversität in der Vernetzung und setzen uns für möglichst ausgeglichene Geschlechteranteile ein.

  • Wir fördern und verwenden basisdemokratische Strukturen und Prozesse in unserer Vernetzungsgruppe.

Unvereinbarkeit

Diskriminierung[1] jeglicher Art und Form beispielsweise aufgrund von Alter, Behinderungen und chronischen Krankheiten, ethnischer Herkunft, (Inter*-, Trans*-) Geschlecht, Religion und Weltanschauung (insbesondere durch Antisemitismus und Islamophobie), sexueller Identität und sozialem Status werden nicht toleriert. Gewalt gegenüber Menschen lehnen wir ab.


  1. Diskriminierung verstehen wir als grobe Verletzung der Menschenrechte, wodurch betroffene Menschen aufgrund individueller oder gruppenspezifischer Merkmale an der Ausübung ihrer Menschenrechte gehindert werden. ↩︎